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#7 Künstliche Intelligenz in der Kreativagentur

Die Medien sind mal wieder in Aufruhr um ein neues Trendthema: Künstliche Intelligenz. Aber wie viel Intelligenz vertragen wir überhaupt? Dieser Thematik widmet sich Fabian von next PR in der neuen Podcastfolge. Ein neuer Denkanstoß für eure Mittagspause!

Begriffsdefinition

Seinen Ursprung hat der Begriff 1955 im Vorlauf der Dartmouth Conference. Dem amerikanischen Logiker und Informatiker John McCarthy wird der Begriff zugeschrieben. Das bescheidene Ziel:

„Wir schlagen vor, im Laufe des Sommers 1956 über zwei Monate ein Seminar zur künstlichen Intelligenz mit zehn Teilnehmern am Dartmouth College durchzuführen. Die Studie soll von der Annahme ausgehen, dass grundsätzlich alle Aspekte des Lernens und anderer Merkmale der Intelligenz so genau beschrieben werden können, dass eine Maschine zur Simulation dieser Vorgänge gebaut werden kann. Es soll versucht werden, herauszufinden, wie Maschinen dazu gebracht werden können, Sprache zu benutzen, Abstraktionen vorzunehmen und Konzepte zu entwickeln, Probleme von der Art, die zurzeit dem Menschen vorbehalten sind, zu lösen, und sich selbst weiter zu verbessern. Wir glauben, dass in dem einen oder anderen dieser Problemfelder bedeutsame Fortschritte erzielt werden können, wenn eine sorgfältig zusammengestellte Gruppe von Wissenschaftlern einen Sommer lang gemeinsam daran arbeitet.“

McCarthy, Förderantrag, August 1955, S. 1

Künstliche Intelligenz (KI, auch Artifizielle Intelligenz (AI bzw. A. I.), englisch artificial intelligenceAI) ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem Maschinellen Lernen befasst. Der Begriff ist insofern nicht eindeutig abgrenzbar, als es bereits an einer genauen Definition von „Intelligenz“ mangelt. Dennoch wird er in Forschung und Entwicklung verwendet.

Wikipedia

Ab wann kann man von Intelligenz sprechen?

Der neue Hausfreund: Saug-Roboter für zu Hause. Die werden auch schon als künstlich intelligent beschrieben, aber hier würde ich einen Unterschied machen.

Ab wann kann man von „Intelligenz“ sprechen? Für mich ist der Begriff „Maschinelles Lernen“ zu nennen. Erst wenn ein Computer bzw. eine Software selbst lernt, also eigenen Code schreibt und damit sein Wissen, seine Kompetenz erweitert, würde ich von einem intelligenten System sprechen.

Bleiben wir beim Beispiel Saugroboter. Unserer ist sehr dumm: Er erkennt Hindernisse und umfährt sie, aber ansonsten irrt er einfach nach dem ihm einprogrammierten Schema F durch die Wohnung und mit Glück findet er auch zurück. Die neue Generation der Roboter scannt Wohnungen bei den ersten Fahrten und legt sich eine Karte an. Diesen Robotern kann man schon sagen: „Sauge heute bitte nur Bad und Küche.“ Das ist schon halbwegs intelligent.

Aber halbwegs intelligent reicht ja auch heute schon für einiges:

Es gibt also schon heute wirklich interessante Anwendungen. Man muss aber immer sehen, dass auch die oben genannten Beispiele immer nur Teilbereiche der K.I. in Einzelanwendungen nutzen. Deshalb gibt es auch keinen Grund, Angst von K.I. im Allgemeinen zu haben.

Aber ab wann wird KI gruselig?

Ich verstehe, warum Yuval Noah Harari in Eine kurze Geschichte der Menschheit die 5. industrielle Revolution ausruft, denn wenn die Sprach-Assistenten von Google und Co. zukünftig wirklich so clever sind wie angekündigt, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten.

Bislang operieren die Sprachassistenten, vergleichbar mit dem dummen Hausroboter, nur mit Befehlen, die ihnen von den Entwicklern eingetrichtert wurden:

Alexa, spiel Jazz in Spotify!

Programmierter Sprachbefehl

Das ist noch keine Intelligenz. Jemand bei Amazon hat irgendwo einprogrammiert, dass Spotify eine App für Musik ist, und dass Jazz eine Richtung ist und es dazu Genre-Playlisten gibt. Easy.

Hey Google, ich brauche neue Bilder für Instagram und muss diese bearbeiten. Such mir bitte mal auf unserem Server im Netzwerk alle Bilder von roten Kinderwagen der Marke XY.

Mensch

Ich habe 438 Bilder von roten Kinderwagen gefunden. Welche Ansichten bevorzugst du?

Computer

Ich brauche nur Close-Ups. Keine Personen im Bild. Bitte öffne mir die 10 jüngsten in Lightroom, so dass ich eine Auswahl treffen und alle Bilder in 1000x1000px croppen kann.

Mensch

Wenn es gelingt, dass wir auf diese Art und Weise mit unserem Computer sprechen können, ergeben sich verrückte neue Möglichkeiten, und viele Arbeitsschritte, die oft hunderte Klicks benötigen, können schneller und wahrscheinlich auch besser durchgeführt werden.

Einem Computer ist es egal, ob er 1000x hintereinander die gleichen 3 Klicks macht. Menschen werden genervt, machen Fehler oder suchen sich einen einfachen Umweg, der in der Regel ein Kompromiss ist.

Fazit

Die meisten heute geläufigen Beispiele für Künstliche Intelligenz, egal ob Schach spielende Computer oder selbstfahrende Autos, basieren auf Teildisziplinen der KI, etwa Deep Learning und natürliche Sprachverarbeitung.

Wahrscheinlich wird Künstliche Intelligenz viele Jobs ersetzen, so wie es die Maschinen in den Produktionen vor gut 100 Jahren getan haben. Gewinner und Verliere, wie immer. Ich freue mich eher über die neuen Möglichkeiten und Vorteile, die wir erwarten können!

Weiterführende Links:

Google Duplex Präsentation: In Leipzig bei 2b ahead habe ich das erste mal vom Update von Google Sprachassistenten gehört und wenn es stimmt, was die Keynote verspricht, kommen spannende Zeiten auf uns zu.

Unser Experte

Fabian Parusel

Fabian ist Roboterbauer im Herzen und entwickelt bei next PR die Bereiche Web und Video.

Moderator

Felix Russ

Irgendwie Medienmensch. Mit 10 Jahren angefangen, beim Radio und Fernsehen zu moderieren. Er ist drangeblieben und studiert aktuell Journalismus und Kommunikation. Nebenher dreht Felix Imagefilme und präsentiert jeden Mittwoch den what’s next? Podcast.

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